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Barbara Ihle, Mundartdichterin, Bäuerin und Marktfrau
genannt Babette, Ihle - stadtbekannt als „Ihles Bawett“
18.09.1871 geboren in Bruchsal
05.04.1943 gestorben in Bruchsal
Eltern:
Der Vater arbeitete bei der Eisenbahn und betrieb nach Feierabend unter Mithilfe der Familie eine kleine Landwirtschaft. Die Mutter galt als humorvolle Frau mit einer positiven, religiös geprägten Lebenseinstellung.
„Gott wird’s schon alles zum Guten wenden“ ist als ihr Leitspruch überliefert.

Babette Ihle wuchs als einziges Mädchen mit fünf Brüdern in einfachen Verhältnissen in der Bruchsaler Obervorstadt, einem bäuerlich geprägten Stadtviertel, auf.
Sie blieb unverheiratet, auch auf Druck der Mutter, die ihre Hilfe einforderte, und wohnte bis zu ihrem Tod in ihrem Elternhaus in der Württemberger Straße 106.
Nach dem Tod der Eltern übernahm Babette Ihle das Haus und die kleine Landwirtschaft und hielt ihre Erzeugnisse auf dem Bruchsaler Wochenmarkt feil.
Babette Ihle begann zu schreiben und verfasste humorvolle Reime. Als „Ihles Bawett“ wurde die in Bruchsaler Mundart dichtende Marktfrau bald stadtbekannt.
Sie beschrieb mit zeit- und gesellschaftskritischem Scharfblick besondere Ereignisse in der Stadt und das Leben der einfachen Leute. Ihre zahlreichen Gedichte, die sie vor allem bei Familien- und Vereinsfesten selbst vortrug, hielt sie in schöner Handschrift in einem Schulheft fest. Als Tinte verwendete sie eingedickten blauen Portugieserwein aus dem eigenen Weinberg.
Zwei ihrer „poetisch verfassten humoristischen Vorträge“, “Frieher un heit“ (Früher und heute) und “Wie ‘s de Rosl em Diene gange isch“ (Wie es der Rosel als Dienstmädchen erging), ließ sie 1929 im Selbstverlag drucken und brachte sie für je 0,50 Mark auf dem Wochenmarkt unter die Leute.
Beide Heftchen kamen im Jahr 2004 als Faksimiledruck erneut in den Buchhandel, ein Beleg dafür, dass die humorvollen Verse der „Ihles Bawett“ auch heute noch bekannt sind.

Babette ist ein Beispiel für ein weibliches Stadtoriginal. Mit Witz und schriftstellerischem Talent eroberte sie die Herzen der Bevölkerung und ist bis heute unvergessen.

Ihle, Babette: Frieher un heit, 1929, Nachdruck Bruchsal 2004
Ihle, Babette: Wie´s de Rosl em Diene gange isch, Nachdruck Bruchsal 2004




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