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Amalie (Friederike Amalie),
Markgräfin von Baden, Witwe im Schloss

geb. Landgräfin von Hessen–Darmstadt
20. Juni 1754 geboren in Prenzlau
Tochter von Landgraf Ludwig IX. von Hessen–Darmstadt (1719–1790) und Pfalzgräfin Karoline von Zweibrücken–Birkenfeld (1721–1774)
1774 vermählt mit Erbprinz Karl Ludwig von Baden (1755–1801).
1776 - 1786 acht Geburten: sechs Töchter und ein Sohn überleben.


Ihre Heiratspolitik macht sie zur „Schwiegermutter Europas“:
Tochter Karoline (1776–1841) war Königin Karoline von Bayern.
Tochter Friederike (1781–1826) war Friederike von Schweden, verheiratet mit König Gustav IV Adolf von Schweden.
Tochter Luise (1779–1826) war Kaiserin Luise (Zarin Elisaveta Alexeievna) von Russland, verheiratet mit Alexander I..
Tochter Maria war mit Herzog Wilhelm Friedrich von Braunschweig verheiratet.
Zwei andere Töchter waren mit den Regenten von Bayern, König Max I. Josef von Bayern, und von Hessen-Darmstadt verheiratet.

Sohn Karl (1786–1818), der spätere Großherzog Karl, wurde auf Weisung Napoleons mit Stephanie de Beauharnais, einer Nichte seiner Gattin Josephine verheiratet. Stephanie gebar 1812 einen Sohn, der neugeborene Prinz verstarb nach 14 Tagen – daraus entstand die Kaspar Hauser-Legende.

1801 stirbt ihr Mann und sie muss sich auf den Witwensitz zurückziehen.
1806 bezieht Amalie das Bruchsaler Schloss.
In den Sommermonaten zahlreiche Familienbesuche und höfische Feste für die Enkelkinder, wie Geburts- und Namenstage im Bruchsaler Schloss, aber auch auf dem nahegelegenen Belvedere, dem ehemaligen Schießhaus der Fürstbischöfe von Speyer. Neben den „typischen Frauenthemen“ wie Mode und Kindererziehung, debattierte der Bruchsaler Hof über die politischen Missstände im In- und Ausland und sympathisierte mit den Widersachern Napoleons.
Amalie wurde für ihre Wohltätigkeit gepriesen.
21. Juli 1832 Amalie stirbt auf Schloss Bruchsal.

Amalie musste sich als Markgräfin von Baden einem strengen Hofzeremoniell unterwerfen. Trotzdem hat sie es mit einem starken Willen und überdurchschnittlicher Bildung für diese Zeit fortschrittlich geschafft, ihr Leben mitzugestalten. Sie entschied mit bei der Wahl ihres Gatten, ließ es sich nicht nehmen, die Politik ihres Mannes zu beeinflussen und wagte es, sich mit Napoleon anzulegen. Mit Weitblick verheiratete sie ihre Töchter mit bedeutenden Regenten in ganz Europa, was ihr den Namen „Schwiegermutter Europas“ einbrachte.




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